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P&C Insights: Das Beschaffungsbüro in Hongkong

Ein Praktikum der besonderen Art

Hallo zusammen,

dieser Blogpost ist etwas ganz Besonderes – ich darf euch heute exklusive Einblicke in unser Beschaffungsbüro in Hongkong geben! Vorerst aber kurz zu mir: Mein Name ist Alexander und ich bin seit 2012 bei P&C. Ich begann damals als dualer Student und leitete nach Abschluss die Herren-Boutique Abteilung im ersten Bezirk in Wien. Heuer wurde mir angeboten, ein halbes Jahr im Rahmen eines Praktikums in der Warenbeschaffung zu arbeiten. Neugierig über meine Zeit im fernen Hongkong? Dann lest hier mehr:

 

Spannende Aufgaben, einzigartige Chancen

Ich arbeitete im sogenannten Merchandising-Team, in der Warenbeschaffung. Wir waren dafür zuständig, dass die Ware, die in Düsseldorf designt wurde, hergestellt und geliefert wird. Während der Zeit produzierten wir zum Beispiel die Outdoor-Kollektion, die im kommenden Jahr in unseren Geschäften hängen wird. Unsere Aufgabe war es unter anderem darauf zu achten, dass alle Termine und Qualitätsstandards eingehalten werden – etwa, ob ein Mantel ordentlich genäht wurde.

Im Zuge meines Praktikums wurde mir auch die einmalige Chance geboten, die Produktionsstätten in Shenzhen, Hangzhou und Schanghai zu besuchen. Hinter die Kulissen zu blicken, war natürlich besonders spannend für mich… Mein Fazit: P&C hat ausschließlich lizenzierte Produzenten, es gilt die EU-Vorschrift für ausländische Firmen, die Arbeitszeiten werden erfasst und es entspricht alles den Sicherheitsvorschriften.

 

Andere Länder, andere Standards

Anders als in Wien, wo ich ständig auf den Beinen bin, saß ich in Hongkong fast nur am Schreibtisch. Das war ungewohnt! Außerdem musste ich mich damit arrangieren, dass sich meine chinesischen Kollegen stark auf ihre Aufgabe fokussieren und weniger in Teams arbeiten wollen. Nichtsdestotrotz waren sie mir gegenüber sehr offen. Das merkte ich auch auf der Straße. Sobald ich an einer Ecke stand und nach dem Weg suchte, baten mir Passanten ihre Hilfe an. Das hatte ich mir von einer Stadt mit über acht Millionen Einwohnern nicht erwartet, zumal es auf den Straßen ein ständiges Gedränge ist. Der Durchschnittshongkonger hat eine circa zehn bis zwölf Quadratmeter große Wohnung, weshalb sich das Leben hinaus verlagert. Für mich war das zu Beginn unvorstellbar.

 

Aha-Momente

Auslandserfahrung ist nicht nur wichtig, um neue Kulturen kennenzulernen und sich selbst weiterzuentwickeln, sondern auch um internationale Kontakte zu knüpfen und zu sehen, wie andere Märkte funktionieren. So konnte ich einiges für meine derzeitige Position als Abteilungsleiter und meine spätere Karriere mitnehmen. Zum Beispiel, worauf in der Produktion geachtet werden muss, wo man Geld einspart, wie viel ein Knopf und eine Naht kosten und wie lange welche Prozesse dauern. Dank meiner Erfahrung in Hongkong verstehe ich jetzt, dass die Nachproduktion eines T-Shirts nicht in zwei Tagen erledigt ist: Die Produktion ist fast 10.000 Kilometer entfernt, es sind viele Schritte erforderlich und allein die Lieferung mit dem Schiff dauert einen Monat. Diese Dimensionen hat man gar nicht vor Augen, wenn man nur seine Verkaufsfläche betreut.

 

Ich könnte euch stundenlang über meine Erlebnisse in Hongkong erzählen. Wie ihr euch vorstellen könnt, reicht dieser Blogeintrag leider nicht aus! Falls ihr mehr erfahren wollt, könnt ihr hier aber gerne mein gesamtes Interview im Standard nachlesen.

Viele Grüße,

euer Alexander

PS: Möchtest du deine Karriere bei P&C ebenfalls mit einem dualen Studium starten? Dann lies hier mehr.

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