Anna Allgemein, featured, Studierende & Absolventen

Praktikum im Zentraleinkauf

Meine Top 5 Learnings

Hallo ihr Lieben,

im Rahmen meines Junior Trainee Programmes habe ich die Möglichkeit, die vorlesungsfreie Zeit der Uni für Praktika zu nutzen. Im Sommer war ich deshalb drei Monate lang im Zentraleinkauf – zuständig für die Abteilungen Cocktail und Damen Accessoires. Als Praktikantin unterstütze ich meine Einkaufsteams im täglichen Geschäft – ein Einkaufsteam setzt sich aus dem Zentraleinkäufer, dessen Merchandise Controller und der Assistentin zusammen.

Was bedeutet das und was macht der Einkauf überhaupt?

Der Einkauf durchläuft innerhalb eines Jahres zwei Zyklen, die Sommer- und die Wintersaison. Jede Saison beginnt mit der Planung – dabei wird das Budget der 44 Häuser, die wir in Österreich und Osteuropa betreuen, erstellt. Das ist Aufgabe des Merchandise Controllers. Einfach ausgedrückt gibt er dem Einkäufer das Taschengeld vor, über welches dieser bei der Order verfügt. Die ersten Ordertermine des Zentraleinkäufers, die sogenannte Hauptmusterung, finden etwa 5 – 6 Monate bevor die Ware zu uns ins Verkaufshaus kommt, statt. Hat er die Kollektion gesehen, entscheidet der Einkäufer welche Artikel er für welche Häuser kauft. Dabei hat er sich an das vorgegebene Budget zu halten und stimmt sich eng mit dem Merchandise Controller ab.

 

Sobald die Kleidungsstücke ein paar Wochen im Verkauf sind, d.h. die Saison angelaufen ist, überprüfen wir die Umsätze der einzelnen Marken und Häuser. Hier ist Schnelligkeit gefragt, denn Artikel die gut laufen – sogenannte Renner – sollten so bald wie möglich beim Lieferanten nachgekauft werden. Daneben werden laufend Warenverkehre vorgenommen, das heißt Produkte aus Häusern genommen, in denen sie nicht verkauft werden und dafür an Häuser geschickt, in denen sie sich gut verkaufen. Nach etwa 5 bis 6 Monaten beginnen wir, unsere Artikel zu reduzieren – das stellt das Ende der Saison dar. Aber wo ein Ende ist, ist auch ein Anfang, denn reduzieren heißt Platz schaffen – Platz für die neue Kollektion, die alle schon sehnsüchtig erwarten.

Was habe ich gelernt?

Als Praktikantin durfte ich meine Einkäuferinnen und Merchandise Controllerinnen bei den oben genannten Aufgaben unterstützen. Das sind die fünf wichtigsten Dinge, die ich dabei gelernt habe:

  • Organisation ist alles!

Ohne meine tägliche TO-DO Liste komme ich nicht über den Tag. Mir ist unheimlich wichtig, Überblick über meine Aufgaben zu bewahren und diese nach Prioritäten zu sortieren. So weiß ich auch am nächsten Tag noch genau, was ich schon geschafft habe und was noch zu erledigen ist.

 

  • Denke in Zahlen!

Einkauf klingt zwar enorm kreativ und aufregend – das ist es auch – aber im Endeffekt stehen hinter jedem Kleidungsstück Zahlen. Eine gewisse Zahlenaffinität ist gefragt, sonst macht der Job auf Dauer keinen Spaß.

  • Sei nett!

Der Einkauf arbeitet sehr eng mit dem Verkauf, das heißt den Abteilungsleitern der einzelnen Häuser, sowie Lieferanten zusammen. Ein angenehmes Klima ist hier absolut wünschenswert, denn wir leben vom gegenseitigen Geben und Nehmen.

  • Mach dich schlau!

Beschäftige dich auch in deiner Freizeit aktiv mit Mode – informiere dich und kenne die Trends. Aber sei auch dem Unternehmen gegenüber offen und interessiert. Wir sprechen bei P&C gerne von der sogenannten „Holschuld“ – also stell Fragen, um so viel wie möglich mitzunehmen.

  • Hör auf deine Intuition und hab Spaß bei dem, was du tust!

Die eigene Intuition spielt auch bei der Auswahl für ein Kleidungsstück eine große Rolle, denn gute Einkäufer wissen genau, was ihr Kunde will. Natürlich sollten Entscheidungen nicht ausschließlich aus dem Bauch heraus getroffen werden, sondern auch durch Zahlen belegbar sein.

Wenn ihr durch meinen Beitrag neugierig geworden seid und auch Interesse an einem Praktikum oder dem Junior Trainee Programm bei Peek & Cloppenburg habt, dann schaut auf unserer Karriereseite vorbei.

Alles Liebe

Eure Anna

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