Anna Allgemein, featured, Studierende & Absolventen

Meine Geschäftsleiterbegleitung

Praktikum im Store Management

Hallo ihr Lieben,

im Rahmen meines Junior Traineeprogrammes durfte ich euch ja schon von meinem Praktikum im Zentraleinkauf berichten. Heute erzähle ich euch von einer anderen spannenden Erfahrung: Der Begleitung eines Geschäftsleiters.

Ein Geschäftsleiter bzw. Store Manager trägt die Verantwortung für ein gesamtes Verkaufshaus. Das heißt: Im Großen und Ganzen ist er für den Umsatz sowie das Personal dieses Hauses verantwortlich. Wie vielfältig die Aufgaben dabei sind und was ich während meines Praktikums gelernt habe, möchte ich euch anhand eines typischen Tagesablaufs schildern.

Montag, 8:30 Uhr, Wien Donauzentrum:

Der PC wird hochgefahren und zuallererst werden die Mails gecheckt. Auf Basis der E-Mails erarbeiten der Geschäftsleiter Herr Tschaschl und ich eine TO-DO Liste für die Woche. Es werden Prioritäten vergeben. Was müsen wir heute erledigen? Welche Aufgaben können wir auf morgen verschieben? Was wird erst nächste Woche benötigt?

Learning: Ich habe TO-DO Listen für mich als wichtigstes Tool entdeckt, um Überblick über meine Aufgaben zu bewahren und deren Wichtigkeit sowie Dringlichkeit zu beurteilen. Darüber hinaus habe ich gelernt, dass es notwendig ist, bei der Planung der Anzahl der Aufgaben realistisch zu bleiben. Auf einen Geschäftsleiter trudeln den ganzen Tag über unvorhergesehene Anfragen ein, die meist sofort bearbeitet werden müssen. Dies erfordert Flexibilität sowie eine relativ kurz gehaltene TO-DO-Liste.

9:00 Uhr:

Das Geschäft wird geöffnet und wir werten die Zahlen der vergangenen Woche aus. Dabei werden die Ergebnisse des gesamten Hauses analysiert und mit der Performance der anderen österreichischen Häuser verglichen. Im nächsten Schritt gehen wir mehr in die Tiefe und betrachten alle Abteilungen des eigenen Hauses. Wie waren die Umsätze der letzten Woche? Welche Abteilungen haben gut performt und welche weniger gut? Wo besteht Handlungsbedarf?

Learning: Eine Zahl alleine hat relativ wenig Aussagekraft. Erst wenn diese mit anderen Zahlen verglichen wird, kann sie beurteilt werden. Bei P&C werden Umsätze im ersten Schritt mit den Umsätzen des Vorjahres verglichen. Jedoch ist es auch wichtig nach links und rechts zu schauen. Das heißt: Wir vergleichen die eigenen Umsätze mit denen der anderen österreichischen Häuser. Nur so kann festgestellt werden, ob meine eigene Abteilung über oder unter dem Durchschnitt liegt.

9:30 Uhr:

Vorbereitung des wöchentlichen Führungskräftemeetings: Wir erstellen eine Liste an Themen, die der Geschäftsleiter an seine Abteilungsleiter kommuniziert. Das Führungskräftemeeting ist ein wichtiges, regelmäßiges Tool der Kommunikation zwischen den Führungskräften. Dieser gegenseitige Austausch ist notwendig, um alle Abteilungen über anstehende Neuerungen auf dem Laufenden zu halten.

Learning: Mit seinen Mitarbeitern zu kommunizieren ist das A und O, egal in welchem Beruf. Kommunikation auf Augenhöhe und aktives Zuhören sind wichtige Werkzeuge, die dem Mitarbeiter Wertschätzung entgegenbringen.

12:00 Uhr:

Nach dem Führungskräftemeeting folgt ein Hausrundgang durch alle Abteilungen – wir begrüßen alle Mitarbeiter und besprechen den Aufbau der Abteilung mit den Abteilungsleitern, denn für 17 Uhr hat sich heute unser Country Manager für einen Hausbesuch angemeldet.

 

14:00 Uhr:

Nach dem Mittagessen bereiten sich Herr Tschaschl und ich auf ein Vorstellungsgespräch vor. Wir besprechen den Lebenslauf und die für uns wichtigsten Punkte, die ein Bewerber mitbringen sollte. Ich darf beim Gespräch als Beobachter anwesend sein. Danach tauschen wir unsere Eindrücke aus und entscheiden, ob der Kandidat dafür geeignet ist, für uns zu arbeiten.

Nach dem Gespräch passen wir die Umsatzplanung an und erledigen Organisatorisches (Kommunikation mit der Reinigungsfirma, der Detektei und dem Center Manager).

18:00 Uhr:

Der Country Manager ist da und wir begleiten ihn beim Rundgang durchs Haus. Hier wird abermals jede Abteilung kontrolliert, Zahlen analysiert und mögliche Umbauten auf der Verkaufsfläche besprochen.

Learning: Stichwort „zahlenbasierter Warenaufbau“. Die Entscheidung ein T-Shirt auf einem bestimmten Warenträger aufzubauen darf nicht aus dem Bauch heraus getroffen werden. Stattdessen muss dies auf Basis der Umsatzzahlen geschehen. Hier ist ein Mindestmaß an Zahlenaffinität notwendig.

Am Ende des Tages kontrollieren wir, wie wir den Verkaufstag abgeschlossen haben (d.h. wie viel Umsatz die einzelnen Abteilungen erwirtschaftet haben). Danach geht es geschafft, aber um viele Eindrücke und Erkenntnisse reicher, ab nach Hause! 🙂

Dieser Ablauf ist ein Beispiel für den Tag im Job eines Store Managers. Das Tolle an diesem Job ist jedoch, dass kein Tag dem anderen gleicht und einen immer neue Aufgaben erwarten.

Wenn ihr schon berufserfahren seid und gerne mehr über den Direkteinstieg als Store Manager lesen wollt, findet ihr hier alle Infos. Wer erst mal neben dem Studium, genauso wie ich, in verschiedene Bereiche hineinschnuppern möchte, der informiert sich am besten hier über das Junior Traineeprogramm.

Alles Liebe,

eure Anna

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