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Die 2 Seiten des Retail Buyer Jobs – Part II

Die beste Investition: Der Cabin Trolley

Hallo meine Lieben!

Wie in meinem letzten Beitrag angekündigt, möchte ich euch heute darüber berichten, welche Tätigkeiten in der sogenannten Orderphase anfallen und wie ich meine Dienstreisen so organisiere, dass ich möglichst stressfrei wieder in Wien lande!

Mein zweites, drittes oder viertes Zuhause

Düsseldorf, München, Berlin, Salzburg – das sind Städte, in die wir als Retail Buyer tatsächlich sehr viel reisen. Vor allem in Düsseldorf sind wir häufig anzutreffen, da dort der Sitz unserer deutschen Zentrale ist und ebenso viele Marken mit ihren Showrooms vertreten sind. Je nachdem welche Marken wir betreuen, kommen auch Städte wie Amsterdam, Kopenhagen, Stockholm, Mailand, London und Paris hinzu.

Als ich den Job begonnen habe, war die starke Reisetätigkeit das, worauf ich mich am meisten gefreut habe und auch heute noch freue ich mich auf jede Orderphase. Die Orderphase ist die eigentliche „Einkaufsphase“: Wir sind bei den Lieferanten vor Ort und sichten die Kollektionen, um dann die passenden Artikel für unser Sortiment zu ordern. Obwohl diese Zeit sehr arbeitsintensiv ist, die Tage oft SEHR lang werden und man sich manchmal einfach nur in sein eigenes Bett beamen möchte, so ist es auch eine wahnsinnig spannende Zeit, in der man viel Neues sieht und seine Kreativität und Leidenschaft für Mode voll ausleben kann.

Gute Organisation ist das Geheimnis!

Bevor es allerdings losgehen kann, muss jede Reise gut vorbereitet werden. Dies bedeutet zuallererst eine effiziente Terminlegung – für Marken, welche wir Retail Buyer gemeinsam mit der Zentrale ordern bzw. bestellen, werden die Termine auch meist von den Zentraleinkäufern koordiniert. Hier sind gute Kommunikation und frühzeitige Absprachen sehr wichtig. Anschließend folgt unser „Solo-Part“, nämlich die eigenen Termine so um die Zentraltermine zu koordinieren, dass man möglichst viele Meetings mit möglichst wenigen Reisen durchführen kann. Das spart Reisekosten, Zeit, Nerven und Kraft (die braucht man in der Orderphase wirklich!). Bevor ich meine erste Orderphase absolviert habe, hätte ich nie geglaubt wie wichtig ein gut durchdachter Zeitplan ist. In dieser arbeitsintensiven Zeit ist jede stressfreie Minute viel Wert. Um bestens gerüstet zu sein, habe ich somit im Laufe der Zeit meine persönliche Checkliste entwickelt:

  • Habe ich für alle meine Marken Ordertermine vereinbart?
  • Habe ich den Flug / Zug gebucht?
  • Brauche ich ein Hotel? Wenn ja, habe ich dieses schon gebucht?!
  • Habe ich mich mit meinen Kollegen bezüglich Taxi abgesprochen? Ist dieses bereits organisiert?
  • Habe ich alle Adressen und kenne ich die Wege dorthin?
  • Ist mein Koffer gepackt?
  • Sind Laptop und (GANZ wichtig!) Ladegeräte eingepackt?
  • Ist mein Flug eingecheckt? Stichwort: Airline App oder Online Check-In 😉
  • Handynummern von Kollegen!!! (Wenn man sich doch mal verloren hat)

Let’s go!

Sind diese Punkte abgehakt, geht es endlich los – in kurzer Zeit haben wir eine Vielfalt an Terminen- dazu gehören zum einen natürlich die Ordertermine, zum anderen aber auch Messe-Besuche, Info-Tage, an denen man sich Städte und Trends ansieht, Showroom-Besuche, Themenplanung, Eigenmarken-Orderrunden, Verhandlungsgespräche mit Lieferanten, Lagerbesuche und noch vieles mehr. Somit hört es mit der guten Organisation nicht bei der Vorbereitung auf, sondern auch auf Reisen spielt ein gutes Time-Management eine große Rolle.

 

An dieser Stelle bekommt ihr jetzt auch die Erklärung für den Untertitel dieses Posts. Die ersten Male am Flughafen denkt man sich, dass es gar nicht so viel mehr Zeit in Anspruch nimmt, vor Abflug noch den Koffer einzuchecken und nach der Ankunft auf ebendiesen am Band zu warten. Hat man aber mal die ersten Flüge hinter sich, werden die Stunden am Flughafen ganz schön lang und jede Minute, die man sich sparen kann, nutzt man sofort. Schon wird ein Cabin Trolley zur besten Investition! Da es nicht immer einfach ist alles in einem kleinen Koffer unterzubringen, möchte ich euch in meinem nächsten Post ein paar Tipps zum effizienten Packen verraten. 🙂

Alles Liebe,

Luisa

P.S. Falls du den Job als Retail Buyer spannend findest, kannst du hier darüber erfahren.

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