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Mythen der Modebranche: Als Abteilungsleiter nur Ware schlichten?

Nichts als Hosen falten - weit gefehlt!

Hi Leute!

Hätte man mich vor meiner Zeit bei P&C gefragt, was denn eigentlich ein Abteilungsleiter im Handel zu tun hat, wäre meine Antwort wohl in etwa so ausgefallen: „Er muss vor allem mit seinen Mitarbeitern die Abteilung schlichten“.

Diese Ansicht hat sich nach fünf Jahren als Abteilungsleiter bei P&C auf der Kärntnerstraße aber grundlegend geändert. Ich hätte mir zu Beginn nicht vorstellen können, was für eine Aufgabenvielfalt und Verantwortung diese Arbeit mit sich bringt. Und genau deswegen möchte ich heute mit dem Mythos, dass es im Handel immer nur um Ware schlichten geht, aufräumen.

Verantwortung von Anfang an

Einer der Eckpfeiler im Aufgabenbereich des Abteilungsleiters ist die Flächenbewirtschaftung. Hier geht es um folgende Fragen: Wann und wie präsentiere ich welche Produkte, um dem Kunden eine möglichst große Produktvielfalt zu bieten und gleichzeitig die bestmögliche Orientierung zu geben? Wo brauche ich Schilder, wo findet man sich alleine zurecht? Habe ich genügend Ware, um die Abteilung ansprechend darzustellen und – ganz wichtig – um damit die nötigen Umsätze zu machen?

Die Umsatzzahlen werden laufend analysiert, damit man immer wieder Maßnahmen zur Optimierung dieser setzen kann. Um ein gutes Funktionieren der Verkaufsfläche zu gewährleisten, kann ich mit meinem Team beispielsweise Aktionen wie Flächenumbauten und dem Warenaustausch mit anderen Verkaufshäusern setzen. Auch die enge Abstimmung mit dem Einkauf ist sehr wichtig.

Um das alles aber auch so am Laufen zu halten, wie ich mir das vorstelle, brauche ich ein Team, auf das ich mich verlassen kann. Und da sind wir auch schon beim nächsten großen Eckpfeiler – dem Personal.

Wie wichtig es ist, mit den richtigen Leuten auf der Fläche zu stehen, merkt man spätestens am ersten Weihnachtssamstag. Hast du da nicht genügend Mitarbeiter eingeteilt und diese vorher auch nicht ausreichend eingearbeitet, dann hast du verloren.

Genau das ist natürlich auch mein Aufgabenbereich: Ich bin dafür verantwortlich, neue Mitarbeiter einzuschulen, ihnen die Abläufe im Haus zu erklären, sie gut ins Team zu integrieren und alle Mitarbeiter meines Teams laufend zu motivieren.

Dazu gehört auch die richtige Personaleinsatzplanung – die bei P&C übrigens als „PEP“ bezeichnet wird. Ich teile ein, wann meine Mitarbeiter auf welcher Verkaufsfläche arbeiten. Hier spielt auch wieder die Umsatzanalyse eine Rolle. Denn je höher der geplante Umsatz für einen Arbeitstag ist, desto mehr Mitarbeiter benötige ich in der Kundenberatung. Ich selbst verbringe natürlich auch viel Zeit auf der Fläche und unterstütze mein Team wo ich kann.

Diese Aufgaben und noch einige mehr machen die Arbeit als Abteilungsleiter zu einer sehr interessanten und schönen, die jeden Tag Abwechslung bringt und definitiv über das reine Schlichten hinausgeht. Mehr Infos zu meiner Position findet ihr hier.

In diesem Sinne

Liebe Grüße

Euer Michael

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